Projekt EINE MILLION STERNE
Eine ausführliche Dokumentation (Dokumente, Fotos, Einschätzungen) der beiden Aktionen "Eine Million Sterne" 2007 und 2010 ist geplant und soll 2011 erscheinen.
2010
Als am 13. November in vielen europäischen Ländern wieder die Aktion „Eine Million Sterne“ durchgeführt wurde, da war auch Miltenberg erneut dabei. Mit weit über 1.500 Kerzen wurde das Franziskushaus innen und außen beleuchtet. Damit setzte der Caritasverband erneut ein Zeichen für jene, die im Dunkel stehen. Die Miltenberger Caritas war bereits 2007 bei den ersten Verbänden, die sich auch in Deutschland an dieser Aktion beteiligten.
Über 600 Männer, Frauen und Kinder besuchten das innen und außen mit Kerzen erleuchtete Franziskushaus, das Klostergebäude aus dem 17. Jahrhundert. Die Reaktionen waren wieder durchweg positiv bis überschwänglich.
Die Finanzierung wird wiederum durch LICHTblicke ermöglicht, die gegen eine finanzielle Unterstützung nach eigener Einschätzung abgegeben werden. Der Erwerb eines LICHTblicks ist nicht mit dem Kauf einer Kerze verbunden.
Wer dennoch am 13. November selbst ein Licht entzünden wollte, konnte im ehemaligen Klostergarten eine Kerze erwerben und aufstellen, denn wieder hießt es: „In unseren Herzen soll es niemals dunkel werden“.
Zusätzlich boten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas ein umfangreiches Rahmenprogramm. So gab es entspannende Musik im Vinzenzsaal. Im Franziskussaal wir von Gunhilde Jänicke in regelmäßigen Abständen ein Lichtertanz angeboten, an dem sich alle beteiligen konnten, die in meditativer Bewegung Ruhe finden möchten. Als Raum der Stille diente die ehemalige Klosterkirche und lud zum Verweilen, zum Gebet und zum Ruhefinden ein. Auf die inhaltliche Seite der Aktion „Eine Million Sterne“ machte ein Informationsraum aufmerksam, in dem sich Interessierte unter dem Motto „Solidarität und Menschlichkeit“ über Projekte hier und weltweit informieren konnten.
Eine Kunstausstellung unter dem Titel „LichtblicK“ zeigte an diesem Tag Werke von Kindern, Behinderten und Senioren. Zu sehen waren also Exponate von Menschen, die in unserer Gesellschaft nicht zu den so genannten Leistungsträgern zählen und daher gerne übersehen werden. Ihnen wurde Raum gegeben. Zudem nutzte die Werkstadt „fArbe kreativ“ unter Leitung von Ines-Anette Przyborowski den Caritas-Treffpunkt Café fArbe, um dort anlässlich von „Eine Million Sterne“ die Ausstellung „Engel und Lichtwesen“ zu präsentieren.
Auch für das leibliche Wohl war am 13. November gesorgt. Das Café fArbe stand mit dem neuen Nebenraum, der an diesem Tag erstmals genutzt wurde, für Begegnung und Gespräche zur Verfügung.
2007
Der Miltenbeger Caritasverband war bei den ersten Verbänden, die sich auch in Deutschland an "Eine Million Sterne" am 24. November 2007 beteiligten.
Das Franziskushaus und die Franziskanerkirche wurden in Kerzenlicht getaucht, es wurden zudem Ruhezonen angeboten sowie Kunstwerke ausgestellt. Alles unter dem Leitgedanken: Mit Besinnung gegen die Hektik der Welt, mit Helligkeit gegen das Dunkel des Vergessens und der Gleichgültigkeit.
Über 1.000 Männer, Frauen und Kinder besuchten an diesem Tag das durch rund 1.500 Kerzen innen und außen erleuchtete Klostergebäude aus dem 17. Jahrhundert. Die Reaktionen waren durchweg positiv bis überschwänglich. 60 Helferinnen und Helfer hatten das Ganze ermöglicht und ab 11 Uhr die Kerzen aufgestellt, die von 16 bis 21 Uhr brannten.
Es handelte sich um eine Aktion, die Bewusstsein schaffen sollte, die aufforderte zur Solidarität, die aber auch unter dem Motto „Kultur für alle“ stand. Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern auch von Spiritualität und Kreativität. Daher wurde der Kirchenraum einbezogen; und es wurden im ersten Stock des Franziskushauses Bilder der Leinacher Künstlerin Dagmar Wirth und im Erdgeschoß Skulpturen des Schneeberger Bildhauers Josef Speth gezeigt.
Andreas Georg Soth (Aschaffenburg) und Achim Sauer aus Bockenem/Hildesheim hatten eigens für diesen Tag Kompositionen eingespielt, die den Franziskussaal in einen Raum der Besinnung verwandelten. Das Café fArbe – der Miltenberger Caritas-Treffpunkt nicht nur für Erwerbslose – bot Getränke und Kuchen an. In einem eigenen Raum wurden zudem vielfältige Informationen zum Thema soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte in der einen Welt vermittelt. Material der Caritas Miltenberg, von Caritas international, Attac und amnesty international wurde dabei angeboten.
Die lokalen Anzeigenblätter des News-Verlages unterstützen die Aktion als Medienpartner und berichteten mehrfach im Vorfeld. Zudem brachten sie acht Wochen lang lyrische Licht-Texte des Caritasmitarbeiters Martin Pechtold, die speziell zu dieser Aktion entstanden waren (siehe unten).
Es handelte sich also um ein sowohl sozial-gesellschaftliches als auch künstlerisch-ästhetisches Projekt. Neue Wege wurden gegangen, um das Dunkel der Welt mit dem Licht der Hoffnung zu erfüllen. In der dabei gezeigten Vielfalt dürfte Miltenberg einmalig unter den beteiligten 32 deutschen Caritasverbänden – darunter vier aus Bayern – gewesen sein.
Einige Bilder gibt es hier (PDF).
Die Licht-Texte zum Projekt "Eine Million Sterne" sind hier zu finden (PDF).
Der Titel "Ruhestern", den Achim Sauer für den Ruheraum produziert hat, kann hier (MP3) heruntergeladen werden.
Die Kompositionen von Andreas Georg Soth finden sich hier (MP3).
DownloadsHilfe
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| Eine Million Sterne - Aufruf und Stellungnahmen | 622 KB | |
| Eine Million Sterne - Rückseite des Aufrufs | 88 KB | |
| Aktion "Eine Million Sterne" am 24.11.07 | 1.258 KB | |
| Licht-Texte | 115 KB |




