Theresienschule
Berufsfachschule in Wörth
AKTUELL
Eine lange Tradition geht zu Ende
Caritasverband schließt in 2012 die Theresienschule
Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 hat die Theresienschule in Wörth zum letzten Mal Schüler aufgenommen. Eine lange Tradition, die über Jahrzehnte von Ordensfrauen, später durch den Caritasverband aufrecht erhalten wurde, geht damit zu Ende.
Wirtschaftliche Gründe und der demographische Wandel sind es, die den Verantwortlichen der Miltenberger Caritas keine andere Wahl mehr lassen. Mit Ende des Schuljahres 2011/2012 wird daher die Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Sozialpflege geschlossen. Geschäftsführer Hermann Hellmuth und die Mitglieder des Caritasvorstandes sowie die Schulleitung und das Kollegium haben lange gekämpft und gehofft. Letztendlich konnte aber auch durch intensive Suche, zahlreiche Gespräche und Nachfragen kein neuer Träger gefunden werden, der die Schulzweige Hauswirtschaft und Sozialpflege übernimmt. Die derzeit zur Verfügung stehenden staatlichen Zuschüsse lassen den Betrieb der Schule nicht mehr zu.
Als Rettungsanstalt für Mädchen wurde die heutige Theresienschule 1858 von den Armen Schulschwestern gegründet und drei Jahre später offiziell zur Heimvolksschule. 1954 wurde sie zur Haushaltungsschule und 1983 zur Berufsfachschule. In der wechselvollen Geschichte der Schule und des Internates war diese Einrichtung in der Öffentlichkeit auch als Mädchenheim, Mädcheninternat Wörth, unter den Namen Theresia-Gerhardinger-Schule oder Carl-Boromäus-Heim bekannt.
Seit 2003 hat der Caritasverband die Trägerschaft übernommen. Schwester Traugott Hofmeister übergab damals die Schulleitung an Caritas-Geschäftsführer Hermann Hellmuth. Kurz darauf übernahm die Diplom-Pädagogin Angelika Spalek diese Funktion. Die Schule trägt seit der Übernahme durch die Caritas den Namen Theresienschule - Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Sozialpflege. Mehr als 200 Schülerinnen und Schülern wurde zu Spitzenzeiten die Möglichkeit zu schulischer und beruflicher Bildung gegeben. Insbesondere für junge Menschen, die erst mit etwas Anlauf den Weg ins Berufsleben fanden, war die Theresienschule immer eine gute Möglichkeit zur Orientierung und Ausbildung. Die Theresienschule, legte immer besonderen Wert auf eine persönliche und familiäre Atmosphäre. Für die beiden Fachrichtungen gibt es in Aschaffenburg entsprechende Angebote.
"Ich bedauere den Verlust der Schule für die kommenden Schüler, denen wir eine fundierte Ausbildung mit intensiver Begleitung hätten bieten können, sehr. Auch für meine Kolleginnen und und Kollegen und für mich ist die Schließung ein sehr schwerer Schritt,“ so die Schulleiterin Angelika Spalek. Caritas-Geschäftsführer Hermann Hellmuth sieht ebenfalls "einen großen Verlust speziell für Jugendliche und die Mitarbeiter, die sich über die ganzen Jahre sehr engagiert eingesetzt haben. Doch die wirtschaftliche Situation macht diesen Schritt für den Caritasverband leider unumgänglich."
